VENUSBLUME, LIEGENDE ACHT UND DIE FREIHEIT DER PFLANZEN - Spaziergang mit Veronika

 

Dies ist die Fortsetzung meines Spaziergangs durch den Bachblütengarten mit Veronika.

 

 

"Kopf", Künstlerisches Objekt von Veronika Mess

Nachdem wir alle bisher angepflanzten Bachblüten gefunden haben, spazieren wir weiter durch den Bachblütengarten.

Jetzt will Veronika mir die anderen Pflanzen, die hier zum Teil in "Eigeninitiative" ihr Zuhause gefunden haben, außerdem kreative Objekte und spezielle Energieformen für die Pflanzen zeigen.

Veronika:

 

Ich bin dabei, noch Gesichter zu machen, die bestimmte Charaktereigenschaften darstellen sollen, um diese grundlegenden Negativzustände darzustellen, die Dr. Edward Bach herausgefunden hat, - wie Angst, Unsicherheit, Gleichgültigkeit, Interessenlosigkeit, Einsamkeit, Überempfindlichkeit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, übertriebene Sorge um andere, - und diese den bestimmten Pflanzen zuzuordnen, da überlege ich noch, wo ich die platziere.

Der letzte der Sonnenschirme + eine kreative Bank

Einen Kopf habe ich noch, der hat ja oben auf dem Sonnenschirm gestanden, da hatte ich so ein Haselnussgeflecht gemacht, das sah aus wie ein Nest, und der Kopf war obendrauf mit den goldenen Händen darunter, aber weil die Gemeinde eine Gefahrenquelle in den Schirmen sah, haben wir fast alle abgebaut. Da will ich jetzt für die Hauptthemen Köpfe machen, nicht für alle 38 Themen, das wäre zuviel, das erschlägt einen ja auf der kurzen Strecke, vielleicht werde ich die anderen Eigenschaften und entsprechende Gesichter auf Schildern aufmalen, ich hab auch nicht so viel Platz, es kommen ja noch Pflanzen dazu, und da muss ich auch schon immer gucken, wo sollen die noch unterkommen, dass man sie auch sehen kann?

 

Veronika fährt fort:

 

Wilde Möhre

Für mich selbst ist es sehr wichtig, dass ich diesen Edward-Bach-Garten angefangen habe, und ich möchte ihn natürlich, so weit es eben möglich ist, zu Ende gestalten, aber anderes ist natürlich genauso wichtig:

 

Jede Pflanze, jede Blume, die hier wächst, die soll leben können, die soll nicht permanent beschnitten werden, was in der Regel gemacht wird.

Rainfarn

Ja, ich wundere mich selber immer wieder, wenn ich dann weitergucke, sehe ich schon wieder die nächste Pflanze, die doch schon hier steht, da hier so vieles ineinander gewachsen ist.

Anfangs habe ich hier natürlich irgend welche Pflanzen hingesetzt, damit es hier nicht so öde ist, aber so nach und nach kann ich dann bestimmte Pflanzen wieder entnehmen, und dann gegen die Bachblüten eintauschen. Aber wir haben ja hier naturnahe Gärten, so dass natürlich alles, was hierhin will, die verschiedenen Gräser oder der Rainfarn, den du hier siehst, trotzdem hier wachsen dürfen. Ich nehme mir immer nur den Teilbereich, den ich brauche, um die nächste Pflanze anzusetzen. Alles andere darf kommen.

Fenchel

Bei jedem kleinen Gang finden wir noch die eine oder andere Pflanze, das ist enorm. Hier vorne habe ich z.B. Fenchel, und ich finde, diese Fenchelpflanze hat schon etwas Erhabenes, das ist schon eine gewaltige Pflanze. Die ist auch immer voll besiedelt mit Insekten.

Die Malve ist z.B. in diesem Jahr gekommen, die hat sich einfach hierhin platziert.

Und hier die Klette, die hab ich auch einfach wachsen lassen, und viele Blumen, deren Namen muss ich erstmal nachsehen, die lass ich einfach stehen, da warte ich immer drauf, was ist das, was hat sich da so hingesetzt, was möchte hier sein. Und das freut einen natürlich auch, wenn man diese Blütenvielfalt sieht.

das "Gerüst", links Margeriten

Hier habe ich ein Gerüst, das habe ich geschenkt bekommen, das war einmal ein Bücherregal, damit die Menschen, die hier entlanggehen, nicht in den Graben rutschen, also eine Befestigung, damit man sieht, hier ist es zu Ende.

Königskerze

Ja, hier ist die Königskerze, die ist auch hier angekommen.

Wilde Möhre

Ja, die wilde Möhre hier ist auch eine von meinen Lieblingsblumen.

Und hier ist wieder der Rainfarn, der ist in diesem Jahr ziemlich dominant, wenn ich ihn gelassen hätte, wäre der jetzt überall. Man sieht ja, hier vorne sind auch schon Rainfarnpflanzen. Aber einiges musste ich jetzt rausnehmen, sonst wären meine Bachblüten von dem Rainfarn wirklich erdrückt worden.

Pfirsikose

Und Geschenke, die ich bekommen habe, z.B. dieses wunderbare Bäumchen, die Pfirsikose, sie hat in diesem Jahr nur eine Frucht geschafft, im letzten Jahr hatte ich sechs oder sogar sieben Früchte, aber durch die Witterung in diesem Jahr hat das Bäumchen ja auch einiges durchgemacht, - aber diese eine Frucht ist wunderschön, die müssen wir heute essen!

Ja, im Herbst muss ich hier einige Pflanzen rausnehmen. Der Frauenmantel und die Margerite, die ziehen zuviel Energie von dem Bäumchen ab, da muss ich sehen, dass ich einen anderen Platz dafür finde.

Das hier ist die Quitte, die gehört aber nicht zu den Bachblüten, die Quitte ist einer meiner Lieblingsbäume, weil ich weiß, dass die Unmengen an Kraftpotenzial, an Energien hat, also mit der Quitte kann man sehr viel machen.

Echinacea

Und hier ist die Echinacea. Die Echinacea ist für das Immunsystem wichtig, bei Erkältungen usw. Sie gehört zu den kalifornischen Bachblüten, daher zu den erweiterten Bachblüten, die ja erst später entwickelt worden sind, so sind noch Unmengen an zusätzlichen Bachblüten gefunden worden, nicht hier in unserem Gebiet, sondern im Bereich Kalifornien. Es sind ja immer wieder Menschen gewesen, die sich mit Pflanzen beschäftigt haben oder sich noch damit beschäftigen. Aber Edward Bach reichten die Blüten, die er gefunden hatte.

Stiefmütterchen

Hier wachsen  Stiefmütterchen, sie gehören auch zu den Bachblüten,und zwar zu den erweiterten, also den kalifornischen Bereichen, und der Rainfarn gehört auch dazu.

U.:

Was möchtest du uns zu deinem Ringelblumenbeet sagen?

Venusblume

Veronika:

Ja, hier ist mein Ringelblumenbeet, das ist gerade am Verblühen. Das Ringelblumenbeet habe ich in Form einer Venusblume angelegt, die wird dann wieder zu sehen sein, wenn die ganzen Blumen verblüht sind und abgebaut werden. Das ist auch ein Energiebeet, eins, das für die Liebe steht. Und da die Liebe schon einmal verbannt worden ist ... (Ein Telefonanruf von Bettina kommt dazwischen.)

Die Venusblume als Untergrund für das Ringelblumenbeet

Veronika:

Interessant, nicht, dass Bettina sich gerade jetzt meldet, mit der ich die erste Venusblume gebaut habe. Ich hab ja immer gedacht, wie willst du das hinbekommen? Das hat mich immer so verwirrt, dieses Zeichen mit Steinen zu setzen, die Spitzen zu formen, denn es ist ein Fünfzack, das ist immer schwierig, man hat ja nicht immer gleichmäßige Abstände, und da hatte ich das Problem mit dem Legen, und für Bettina war das gar kein Thema, sie konnte mir aufmalen wie es geht, und ich habe dann die Steine gesetzt.

Das erste Ringelblumenbeet neben der "Station"

Nachdem ich das aber einmal gemacht habe, war das hier beim zweiten Mal kein Problem mehr. Aber es war natürlich schön, mit einer Freundin zusammen dieses Venusbild zu setzen. Ich habe auch Steine von dem ersten Beet zu diesem hier gebracht, so habe ich diese Energien quasi genutzt, um ein neues Beet zu machen. Beim ersten Beet sind ja solche Probleme entstanden, weil wir es direkt neben der "Station" aufgebaut haben, dass das Dorf rebelliert hat, die konnten es nicht ertragen, dass dieses Bild der Liebe neben der Station stand, es war wohl zu eng aneinander, ich weiß es nicht. Aber es war mir wichtig, dass die Venusblume noch einmal aufgebaut wird, weil dieses Steingebilde, was ich für die Liebe gesetzt habe, seine positiven Energien ausstrahlen soll auf das gesamte Gebiet, so dass alles, was krank ist, also auch wie bei den Bachblüten, energetisch umgewandelt wird in positive Energien, in Liebesenergien.

U.:

Also ist es in erster Linie das Symbol, was das bewirkt?

 

Ringelblumen im Ringelblumenbeet

Veronika:

Ja, genau, und die Ringelblumen haben zusätzlich eine Bedeutung, sie heilen Wunden. Und sie haben eine sehr intensive Kraft, - für Körper, Geist und Seele, würde ich sagen -, weil, wenn man sie sieht, erfreut man sich, sie haben eine so helle Leuchtkraft, die schon von weitem zu sehen ist, das erfreut das Herz und die Sinne. Und deshalb habe ich die Ringelblumen nochmal gesetzt. Am Anfang habe ich daran gedacht zu wechseln, eine andere Pflanze zu nehmen, aber die Ringelblume ist mehrfach nutzbar. So kann man nicht nur die Blumen in die Vase stellen, um sich daran zu erfreuen, man kann auch die Blüten oder die Samen nutzen als Salbe, als Tinktur, usw.

Ja, hier haben sich noch Pflanzen dazugesetzt, die Kamille und hier eine kleine Form von Mutterkraut, der Rainfarn und die wilde Möhre, und ich lasse sie auch.

 

Mohnblume

Und unter dem Rainfarn ist eine Mohnblume, die kuschelt sich unter den Rainfarn. Die Mohnblumen haben ja auch etwas Wunderbares, dieses Zarte.

Kamillesorten

Hier sind noch unterschiedliche Kamillesorten zwischen Kamille und Margerite, in ganz unterschiedlichen Größen und Farben.

Rotklee

Hier der Rotklee ist mittlerweile als wichtige Pflanze auch gern gesehen von den Naturschützern.

Echinacea

Hier auf dem Berg Erde blüht die Echinacea. Ich habe ja lange darauf gewartet, dass mir die Gemeinde die Erde geschickt hat, und als ich sie dann bekommen habe, habe ich versucht, die Echinacea unterzubringen, viele Pflanzen sind eingegangen, aber einige sind geblieben.

Kapuzinerkresse

Dazu habe ich Kapuzinerkresse angesetzt und Jungfer im Grünen. Das ist übrigens auch eine homöopathische Pflanze, die gegen Allergien eingesetzt wird.

Die Echinacea wollte ich gerne mit Wegwarte zusammen setzen, weil es einmal ein unwahrscheinlich schönes Bild abgibt, und Echinacea ist auch wirklich eine ganz tolle Heilpflanze, auch ohne eine Bachblüte zu sein.

Malven

Da hoffe ich, dass sich der Berg noch richtig entwickelt, aber er sieht ja auch so schon ziemlich gut aus mit der wilden Malve, die sich hier schon breit gemacht hat.

U.:

Die passt auch gut zu den Farben, die du dir hier gedacht hast.

Veronika:

Ja, das stimmt.

Dahlie

U.:

Und hier sind plötzlich Dahlien dazwischen.

 

Veronika:

Ja, eine Dahlie habe ich von Axel und Marion bekommen, da habe ich gedacht, die setze ich jetzt mal dazu. Denn da so viele Echinacea nicht angegangen sind, hatte ich Platz für die Dahlien.

Rankgerüst im Bachblütengarten

Das habe ich nicht vermutet, dass noch so viele Blumen dazukämen. Die haben sich wohl gedacht, da ist der Stand prima, da setze ich mich hin.

Und mit den Rankgerüsten, die Reinhard hier gebaut hat, können sich viele Pflanzen auch super entwickeln. Seitdem die Stangen in der Höhe da stehen, ist es, als ob die Pflanzen es mitbekommen hätten, und sie haben sich gesagt, jetzt geht’s ab nach oben. (Wir lachen.)

Sonnenblume im Bereich der liegenden Acht

 

 

Veronika:

Ich hab ja anfangs gesagt, dass wir Energiefelder anlegen wollten, eigentlich alles in Spiralform. Und irgendwann habe ich mir dann auch die liegende Acht ausgedacht, aber meine Pflanzen bringen mir meine liegende Acht dann oft genug wieder aus der Form, und dann muss ich gucken, wo ist die Acht?

Aber das Wunderbare ist, es steht immer irgendwo eine Sonnenblume, die sich da mitten in die Acht reinsetzt.

U.:

Vielleicht kannst du erklären, warum du die liegende Acht gerne nimmst.

Veronika:

Ja, genau. Die liegende Acht, man sagt ja auch Unendlichkeitsschleife dazu, wird häufig gebraucht, um die Gehirnhälften miteinander zu verbinden, die rechte und linke Gehirnhälfte, denn es ist herausgefunden worden, wenn man sie zeichnet, wenn man in der liegenden Acht geht, wenn man mit den Augen dieser liegenden Acht hinterherfährt, dass man die rechte und linke Gehirnhälfte zusammenführtt, dafür ist die liegende Acht wichtig und hilfreich.

U.:

Und hier, bewirkt sie etwas für die Pflanzen?

Veronika:

Ja, für die Pflanzen bewirkt sie auch was. Man hat wirklich das Gefühl, das sind energetische Bereiche, in denen sie sich  besonders wohl fühlen, sie breiten sich hier immens aus, ich habe immer das Gefühl, ich finde hier keinen Durchgang mehr, ich muss mich hier mal wieder durcharbeiten. Aber es kommen auch ganz interessante neue Pflanzen. Ich habe z.B. mehrere Jahre hier einen Fuchsschwanz gehabt, den wohl die Vögel hier rübergeschafft haben, oder der Wind, keine Ahnung, und der sah wunderschön aus. Der war ganz riesig.

Pfefferminze

Also diese liegende Acht sollte eigentlich ein Duftweg werden, als Barfußweg, wo Kinder oder auch Erwachsene einfach mal diese liegende Acht gehen können, aber meine Pflanzen wollen was anderes. (Sie lacht.) Du siehst ja, der Lavendel wächst in riesiger Höhe, hier mein Oregano, der so hoch gekommen ist, und die Pfefferminze genauso. Es ist nichts mit Fußweg mehr da drinnen.

Hier hatte ich noch die römische Kamille, aber die Pfefferminze hat alles übermannt.

Veronika Mess in ihrem Bachblütengarten

Veronika:

Wenn ich mir das Leben in der heutigen Zeit so betrachte, dann denke ich, das ist wunderbar, dass ich gerade jetzt so viel Zeit habe, um wieder zu mir selber zu kommen, denn ich bin auch in dieser Hamstermühle gewesen, morgens aufstehen, bis abends oder nachts arbeiten und nicht zur Ruhe kommen. Und wenn man sich dann bewusst wird, man kann keinem Menschen helfen, wenn man in so eine Mühle gerät, und doch passiert das mit den meisten Menschen heutzutage. Ausbeutung in allen Richtungen, sich selber natürlich genauso, indem man denkt, man tut was Gutes für den anderen, aber sich selbst dabei vergisst.

 

Und deshalb ist das Arbeiten in der Natur so unheimlich wichtig, jedenfalls für mich, denn hier komme ich wieder zur Ruhe, komme ich wieder zu mir selbst, Es gibt Menschen, die sich zu diesem Zweck mit anderen Dingen beschäftigen, z.B. mit Sport, oder etwas anderem, das ist auch okay, - aber jeder sollte für sich sehen, dass es ihm gut geht. Denn wenn es ihm gut geht, dann kann er das auch an andere Menschen weitergeben.

 

                                                                       

Kontakt zu Veronika Mess hier